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Und Gott sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. (1. Mose 12,1) Eine echte Herausforderung: Alte Gewohnheiten und Sicherheiten hinter mir zu lassen und mich auf einen neuen Weg zu machen. Und so beginnt Glaube, indem ich mich auf den Weg mache.
Und Gott sprach zu Mose: So geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst. (2. Mose 3, 10) Ein großer Auftrag: Den Großen der Welt, die Menschen unterdrücken, entgegenzutreten, um die Bedrängten in die Freiheit zu geleiten. So weit kann der Glaube dich führen. Denn er ist nicht nur Privatsache. Er führt mich mitten hinein in die Auseinandersetzungen der Welt um Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.
Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht (Jesaja 7,9), mahnt der Prophet. Nicht, weil Gott uns sonst zürnt, sondern weil wir sonst unseren Standpunkt inmitten der Drohgebärden der Mächtigen verlieren. Glaube aber stärkt das Selbstbewusstsein - dass du weißt, welcher Weg dem Leben dient.
Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und versetze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen (Lukas 17,6). Wir scheitern nicht an den Sachzwängen der Welt, sondern an unserem Kleinglauben. Glauben aber heißt, das scheinbar Unmögliche zu wagen, wenn nur ein Körnchen Liebe darin steckt.
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